WSH Beleuchtungsstärke Lux

Was ist die Beleuchtungsstärke (Lux, Ev)

Die Beleuchtungsstärke (Lux, Ev) ist die Maßeinheit, die die Menge des Lichtes beschreibt, welches auf einer bestimmten Fläche auftrifft.

Wie hell ist es in einem Raum – oder auf der Straße?
Objektiv lässt sich das ohne Hilfsmittel kaum beurteilen.

Auge Beleuchtungsstärke

Unsere Augen gleichen in Kombination mit dem Gehirn sowohl wenig als auch viel Licht aus.

Bei wenig Licht – wie zum Beispiel nachts bei Mondschein – öffnen sich die Pupillen und lassen mehr Licht auf die Retina – also die lichtempfindliche Rückseite des Auges – fallen. Bei viel Licht – zum Beispiel im Sommer mittags am Strand – schließt sich die Pupille und lässt so weniger Licht auf die Retina. Den Rest gleicht unser Gehirn aus. Dies funktioniert in jungen Jahren besser und lässt im Alter etwas nach.

Anderes Beispiel: Sie installieren in einem Raum eine Leuchte. Strahlt diese an die Decke, wird die Decke primär beleuchtet. Strahlt die Leuchte auf den Boden, ist die Decke dunkel und der Boden heller. In beiden Fällen bleibt die Lichtmenge im Raum gleich – aber der Boden ist im zweiten Fall natürlich besser beleuchtet.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke (Lux) ist die Maßeinheit, in der angegeben wird, wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt.
Das heißt: Angegeben wird, wie viel Licht tatsächlich auf dieser Fläche ankommt – egal wie viel Lumen die Leuchte aussendet.
Theoretisch könnte man berechnen, wie viel Lux von einem Leuchtmittel auf dieser besagten Fläche ankommt. Dazu müssen Sie wissen, wie viel Lumen dieses Leuchtmittel ausstrahlt. Dies wird – unter Berücksichtigung von Optiken – auf Candela (also der Lichtstrom in einer bestimmten Richtung) umgerechnet und dann brauchen Sie nur noch den Abstand von Leuchtmittel zur Fläche. Leider ist dies in der Realität nicht so einfach. Reflexionen, Oberflächen, Streulicht und so weiter – es gibt viele Faktoren, die hier berücksichtigt werden müssen.

Luxmeter Beleuchtungsstärke

Luxmeter / Photometer

Messen können Sie die Beleuchtungsstärke mit Hilfe eines Luxmeters. Hier wird mittels eines Lichtsensors das Licht auf der Fläche eingefangen und die gemessenen Werte in Lux angezeigt.
Auf dem Markt gibt es die verschiedensten Luxmeter oder Photometer. Diese werden nach der Genauigkeit der Messung eingeteilt in:

Klasse A darf eine Toleranz von +/- 5% aufweisen.

Klasse B eine Toleranz von +/- 10% und

Klasse C sogar eine Toleranz von +/- 20%

Für professionelle Anwendungen sollte man auf ein geeichtes Photometer zurückgreifen.

Theoretisch haben die meisten Smartphones sogar einen Lichtsensor eingebaut. Die Ergebnisse haben sich bis jetzt aber für unseren Gebrauch nicht bewährt.

Grafik Richtwerte Beleuchtungssträke

Die Beleuchtungsstärke in der Praxis

Gemessen mit einem Luxmeter kann ein Spaziergang im Mondschein bei 2 Lux stattfinden oder an einem Sonnentag bei 25.000 Lux oder mehr.
Für den Wohnbereich sind Beleuchtungsstärken eher nebensächlich – hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an.

Aber am Arbeitsplatz ist die erreichte Beleuchtung äußerst wichtig.

Ein unzureichend beleuchteter Arbeitsplatz führt zu schnellem Ermüden der Augen, zu erhöhten Fehlern – kann sogar zu Unfällen führen oder macht die Arbeit gar unmöglich.

Aber welche Beleuchtungsstärke sollte ein spezieller Arbeitsplatz nun haben?

In der DIN 12464 und der Arbeitsstättenrichtlinie werden für die verschiedensten Arbeitsbereiche Mindest-Beleuchtungsstärken angegeben. Werden diese gleichmäßig über den ganzen Bereich erreicht, kann man von einer gut beleuchteten Arbeitsumgebung sprechen.

Öffentliche Räume werden oft mit 200 Lux beleuchtet.

Auf Ihrem Schreibtisch sollten Sie – bei konzentrierten Arbeiten – mindestens 500 Lux haben

Und so weiter.

Lichtplanung

Um bei einem Neubau oder der Neuanschaffung einer Beleuchtungsanlage im Vorfeld bestimmen zu können, welche und wie viele Leuchten benötigt werden, sollte eine professionelle Lichtplanung erstellt werden. Vorausgesetzt, alle eingeplanten Leuchten wurden lichttechnisch vermessen können diese in Lichtplanungsprogramme eingelesen werden. Die Räume werden dann simuliert, Materialien und Reflexionsgrade eingegeben und die Beleuchtungsstärken an den verschiedensten Positionen im Raum berechnet. So können auch die verschiedensten Beleuchtungen visualisiert werden.