Der Wartungsfaktor in der Lichtplanung

Bei der Lichtplanung nimmt der Lichtplaner einen Wartungsfaktor an, welcher verschiedene Faktoren des Lichtstrom-Rückganges berücksichtigt, der im Betrieb der Leuchten in der angegebenen Umgebung auftreten.
Diese werden so in die Planung eingerechnet, dass die Beleuchtungsstärke während der Nutzung den geplanten Wert nicht unterschreitet.

Der Wartungsfaktor setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

RWF: Der Raumwartungsfaktor definiert die Umgebungsverschmutzung und deren Beseitigung (Ein Kühlhaus oder das Büro ist sauberer und wird öfters gereinigt als z.B. eine Wartungshalle für Lastwagen)
LWF: Der Leuchtenwartungsfaktor definiert die Verschmutzung der Leuchte und welchen Einfluss diese auf die Lichtausbeute hat. Hier spielt auch die Häufigkeit der Reinigung der Leuchte mit hinein.
LaWF: Der Lampenwartungsfaktor errechnet sich aus dem Lampenlebensdauerfaktor und dem Lampenlichtstromwartungsfaktor zusammen.
LLF: Der Lampenlebensdauerfaktor definiert die Ausfallwahrscheinlichkeit des Leuchtmittels. (Herstellerangabe)
LLWF: Der Lampenlichtstromwartungsfaktor definiert den Rückgang des Lichtstromes eines Leuchtmittels über die Nutzungsdauer. Dieser wird vom Hersteller angegeben z.B. mit 50.000 Stunden L70 – das heißt nach 50.000 Stunden betrieb gibt das Leuchtmittel immer noch durchschnittlich 70% des ursprünglichen Lichtes ab.

Der Wartungsfaktor berechnet sich dann wie folgt:

WF = RWF x LWF x LaWF

Wartungsfaktor = Raumwartungsfaktor x Leuchtenwartungsfaktor

Berechnung des Lampenwartungsfaktors (LaWF)

LaWF = LLF x LLWF

Lampenwartungsfaktor = Lampenlebensdauerfaktor x Lampenlichtstromwartungsfaktor