Notbeleuchtung Sicherheitsbeleuchtung

Notbeleuchtung / Sicherheitsbeleuchtung

Der Strom fällt aus, alle elektrischen Verbraucher versagen den Betrieb. Auch die Beleuchtung fällt augenblicklich aus. Es wird finster – besonders wenn kein Außenlicht einfallen kann. Diese Situation kann schnell bedrohlich werden, besonders wenn gefährliche Maschinen in der Umgebung stehen.

Ein Stromausfall hat nicht nur Auswirkungen auf den regulären Betrieb in Produktionsstätten, sondern insbesondere auch auf ein Zurechtfinden im Notfall. Versagt die Beleuchtung auf Grund eines Stromausfalles ihren Dienst, fällt die Orientierung schlagartig schwer. Dazu verursacht die veränderte Situation Stress. Besonders ortsfremde Personen sind hiervon betroffen. Unfälle und Panik sind wahrscheinlich.
In diesen Fällen entschärft eine Notbeleuchtung die Situation. Sie schafft wieder Orientierung und beruhigt die Nerven. Die Arbeitsumgebung kann gesichert werden in dem z.B. gefährliche Maschinen heruntergefahren werden. Danach können alle Personen den Gefahrenbereich über die markierten Fluchtwege sicher verlassen.

Arten der Notbeleuchtung

Eine Notbeleuchtung gliedert sich zum einen in die Sicherheitsbeleuchtung, welche Fluchtwege oder Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung beleuchtet bzw. als Antipanikbeleuchtung eingesetzt werden. Auch die Kennzeichnung der Fluchtwege und aller sicherheitsrelevanter Einrichtungen gehört hier zu.
Zum Zweiten kann eine netzunabhängige Ersatzbeleuchtung installiert werden, die vorrangig dazu dient, Arbeitsprozesse sicher weiterführen zu können – solange alle Anforderungen der Arbeitsstättenrichtlinie erfüllt werden. Liegt bei einer Ersatzbeleuchtung das Beleuchtungsniveau unter dem der herkömmlichen Beleuchtung, darf auch hier nur der Arbeitsprozess sicher beendet werden.

Sicherheitsbeleuchtung

In der Sicherheitsbeleuchtung kommen Leuchten zum Einsatz, um Fluchtwege ausreichend auszuleuchten sowie Rettungszeichen, welche die Richtung der Fluchtwege, alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen sowie die Notausgänge kennzeichnen. Als Grundlage dafür dient unter anderem die DIN EN 1838. Im Folgenden werden einige Punkte hinsichtlich der Installation von Sicherheitsbeleuchtung dargestellt:

  • Sicherheitsleuchten werden mindestens 2m über dem Boden montiert.
  • Fluchtwege mindestens 2 Meter breit ausgeleuchtet
  • An Notausgängen muss eine Beschilderung und Beleuchtung vorhanden sein.
  • Nahe Treppen bzw. jeder Niveauänderung darf die Beleuchtung max. 2m Abstand zum Boden haben
  • Jede Richtungsänderung der Fluchtwege, Kreuzungen von Fluren und Gängen müssen gekennzeichnet und beleuchtet werden
  • An Erste-Hilfe-Stationen und Feuerlöschern wird Notlicht eingesetzt.
  • Nahe dem letzten Ausgang dürfen Leuchten in max. 2m Abstand montiert sein
  • Außerhalb des Gebäudes bis zu einem gesicherten Bereich müssen alle Personen sicher durch Beleuchtung und Beschilderung geführt werden

Da eine Sicherheitsbeleuchtung in der Regel nicht der Allgemeinbeleuchtung entspricht (meist kommen leistungsschwächere Leuchten zum Einsatz), sind weiterführende Punkte zu beachten:

Die Mindestbeleuchtungsstärke nach genannter DIN beträgt mindestens 1 Lux auf der Breite des Fluchtweges (2m) oder in den Raumbereichen in denen Personen arbeiten. Die Beleuchtungsstärke wird hier auf einer Höhe von 2cm über der Laufhöhe gemessen.

Außerdem ist eine maximale Abweichung in der Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke von 40:1 vorgegeben. Dies soll eine Verschlechterung der Sehkraft durch die Trägheit des Auges minimieren. Starke hell-dunkel Kontraste verlangen dem Auge eine große Leistung ab. Zeit, die in einer Gefahrensituation nicht zur Verfügung steht. Dunkle Bereiche verschlechtern zudem die Orientierung.

Die allgemeine Sicherheitsbeleuchtung muss für mindestens drei Stunden über eine netzunabhängige Versorgung sichergestellt werden (Nennbetriebsdauer Rettungswege: 1h). Dafür werden Batteriesysteme oder Stromerzeugungsaggregate genutzt. Hierbei muss jedoch die Einschaltdauer berücksichtigt werden, welche im Regelfall bei <1s liegen muss.

Sicherheitsbeleuchtung von WSH

Wir sind heller rüstet häufig Industriehallen aus, in der die Sicherheitsbeleuchtung ebenfalls ein zu berücksichtigendes Thema ist. Insbesondere ab einer bestimmten Höhe kann die Wahl der Leuchten herausfordernd sein, um alle Anforderungen zu erfüllen. Kommen in der Hallenbeleuchtung unsere LED-Strahler der MH+-Serie zum Einsatz, können diese in den meisten Fällen in ein bereits vorhandenes System eingebunden werden. Damit wir die Planung mit unseren Kunden zusammen flexibel gestalten können, bestehen zwei Möglichkeiten, die Sicherheitsbeleuchtung zu realisieren:

Leuchten mit integrierter Sicherheitsbeleuchtung

Oft ist es mit zusätzlichem Aufwand verbunden, Sicherheitsleuchten zu installieren. In diesen Fällen kann die benötigte Leuchte (Leistung, Abstrahlwinkel etc. ausgelegt durch eine Lichtplanung) in die geplante Hallenbeleuchtung integriert werden. Das bedeutet bei der Installation eines z.B. LED-Strahlers Typ MH4+ mit vier Modulen und 160W, dass ein weiteres Modul zur Sicherheitsbeleuchtung genutzt wird. Es wird also ein LED-Strahler Typ MH5+ mit fünf Modulen installiert, wovon jedoch nur vier für die Allgemeinbeleuchtung genutzt werden. Das weitere Modul wird mit einem separaten Netzteil in die Notstromversorgung eingebunden. Falls gewünscht, können natürlich auch mehrere Module für die Sicherheitsbeleuchtung genutzt werden.

Separate Sicherheitsbeleuchtung

Alternativ sind auch einzelne Module mit Halterung und Netzteil möglich. Diese werden auf Grundlage unserer Planung an die entsprechenden Stellen in der Halle montiert und stellen so die Sicherheitsbeleuchtung als separates System.

Generell können unsere Notleuchten aus der MH+-Serie in den Spannungsbereichen von 90 V DC bzw. V AC bis 305 V DC bzw. V AC genutzt werden. Sollte eine niedrigere Spannung vorliegen, sprechen Sie uns bitte an. Auch hier finden wir eine entsprechende Lösung für Ihren Bedarf.

Weitere Informationen MH Plus Serie

Anfrage Hallenbeleuchtung