Phasenan- und Phasenabschnittsdimmung

Ist eine Form der Pulsweitenmodulation zur Leistungsregelung elektrischer Verbraucher, die mit Wechselspannung betrieben werden. Mit den dann passenden Treibern der LED´s.

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Der Vorteil der Phasenanschnittsteuerung und Phasenabschnittsteuerung im Vergleich zu Schaltungen, bei denen die Spannung durch einen Widerstand (Potentiometer) geregelt wird, ist ihre sehr geringe Verlustleistung.

Im Gegensatz zu komplizierten regelbaren Schaltnetzteilen, die auch geringe Verlustleistung haben, ist eine Phasenanschnittsteuerung wesentlich einfacher und kleiner aufzubauen und weniger störanfällig.

Die meisten Phasenanschnittsteuerungen (Dimmer) sind nicht für Leuchtstofflampen oder Energiesparlampen geeignet (die Entladung bricht bei geringer Spannung zusammen und kann nicht wieder gezündet werden).Beim Phasenanschnitt-Prinzip sperrt der Dimmer den Stromfluss zur Lampe (i.d.R. Glühbirnen -> hoher Einschaltstrom kann so vermieden werden) zu Beginn einer jeden Sinushalbwelle, er ist nichtleitend. Erst nach Ablauf einer durch den Anwender einstellbaren Zeit wird der elektronische Schalter im Dimmer durchgeschaltet und die angeschlossenen Lampen werden bestromt. Mit dem nächsten Sinusnullpunkt wird der Stromfluss gelöscht und die Lampe abgeschaltet.
Dieser Vorgang wiederholt sich in jeder Sinushalbwelle, also 100 Mal in der Sekunde (50Hz-Netz). Durch Variieren der Verzögerungszeit ta lässt sich die Helligkeit der angeschlossenen Leuchtmittel stufenlos einstellen.
Das Phasenabschnittprinzip zeichnet sich dadurch aus, dass die Lampen im Nulldurchgang der Sinus-Halbwelle eingeschaltet und nach einer durch den Anwender einstellbaren Zeit wieder abgeschaltet werden. Beim Einschalten können keine Störspannungen entstehen, weil die Spannung den Wert Null besitzt.

Der größte Nachteil von Phasenanschnittsteuerungen und Phasenabschnittsteuerungen ist der nicht-sinusförmige Verlauf des Stromes. Weil Strom und Spannung nicht dieselbe Form besitzen, tritt eine Verzerrungsblindleistung auf. Die zeitlich nacheilende Verschiebung des Stromes gegenüber dem Spannungsverlauf wirkt sich wie eine induktive Belastung aus, die von den Elektrizitätsversorgungsunternehmen nur bei kleinen Leistungen toleriert wird. Bei großen Leistungen muss deshalb eine Schwingungspaketsteuerung verwendet werden, die keine Phasenverschiebung verursacht.
Der Verbraucher erhält von der Phasenanschnittsteuerung oder Phasenabschnittsteuerung eine nicht-sinusförmige Spannung. Während das für ohmsche Verbraucher wie Glühlampen und Heizwiderstände kein Problem darstellt, können elektronische Geräte, die an eine Phasenanschnittsteuerung angeschlossen werden, dadurch beschädigt werden.