Die DMX Lichtsteuerung

Die DMX Lichtsteuerung für Veranstaltungstechnik

Was ist DMX

DMX (Digital Multiplex) oder DMX512 ist ein standardisiertes, digitales Protokoll in der Lichttechnik. Es wird hauptsächlich in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik eingesetzt und basiert auf der RS-485 (EIA-485) Schnittstelle. Steuersignale werden hier zwischen Steuerung und Leuchten über eine asynchrone serielle Schnittstelle übertragen.

Was kann DMX

DMX kann Leuchten nicht nur dimmen und Farbwerte verwalten. Über das Steuerprotokoll werden bewegliche Leuchten (Moving Heads) auch ausgerichtet, fokussiert und geführt. Damit sind auch komplexe Bühneninszenierungen und die verschiedensten Lichtstimmungen möglich. Über die Programmierung der Abläufe können diese automatisiert abgerufen werden.

Technik

Das DMX Netzwerk besteht aus einem Sender (Steuerung) und Empfängern (Leuchten).
Diese werden in Reihe über ein Steuerkabel verbunden. Über eine Steuerleitung wird mit 250 kBit/s über maximal 512 Kanäle gesendet. Jeder Kanal ist mit 8 Bit codiert und arbeitet mit Werten zwischen 0% und 100%. Standardmäßig werden 5-polige Kabel zur Datenübertragung eingesetzt. In der Praxis finden aber häufig 3-polige Kabel Verwendung, da die 2 verbleibenden Pole meist nicht genutzt werden. An einen Kabelstrang von maximal 500 Metern werden maximal 32 Scheinwerfer in Reihe angeschlossen. Am letzten Teilnehmer einer Reihe wird diese mittels eines Terminators geschlossen, dieser verhindert eine Signalreflextion.
Bei dem Setup werden den einzelnen Scheinwerfern in der Reihe einzelne Kanäle zugewiesen. Wie viele Kanäle ein einzelner Scheinwerfer belegt, liegt an der Anzahl der Funktionen, die dieser Scheinwerfer ausführen kann. Die Kanäle werden am Scheinwerfer eingestellt. Hat der 1. Scheinwerfer Kanal 1 und belegt 6 Funktionen, erhält der nächste Scheinwerfer Kanal 7 als Startkanal. Wird Scheinwerfern derselben Bauart derselbe Kanal zugewiesen, laufen diese parallel.
Welche Funktion bei der Leuchte bei welchem Befehl aufgerufen wird, ist im DMX Protokoll der jeweiligen Leuchte festgelegt. So kann z.B. der Wert 255 auf Kanal 1 den Strahler ausschalten.
Durch die symmetrische Datenübertragung und die Auswertung der Signaldifferenz bei Sender und Empfänger ist das Signal äußerst unempfindlich gegen äußerliche Einflüsse.
Um das Netzwerk zu erweitern, arbeitet man mit Repeatern und Splittern.

Die Steuerung erfolgt oft über ein manuelles Steuerpult, z.B. durch Light Commander oder vorprogrammierte Systeme für einen automatischen Betrieb. Mittels USB-DMX ist aber auch eine Anbindung an eine PC-Software möglich. Über W-DMX ist auch eine kabellose Übertragung zwischen Sender und Empfänger möglich.

Sind nur wenige Strahler oder ein Einzelner im Einsatz, können einige Varianten auch in einem Standalone-Modus betrieben werden. Die Programmierung einer Szene wird hier direkt am Strahler vorgenommen und verzichtet auf eine externe Steuerung.