Fragen und Antworten zu LEDs und LED Technik

Hier haben wir für Sie einige häufig gestellte Fragen aufgelistet und uns um eine kurze Antwort bemüht.

Allgemeine Fragen zur LED

Kann man die Helligkeit von LEDs mit der herkömmlicher Beleuchtung vergleichen?

Sie können die Lumen (Lichtausbeute) der Leuchtmittel vergleichen. Sie geben das gesamte Licht an, welches von dem Leuchtmittel ausgesendet wird. Bei LED Lampen wird dies immer mit angegeben. Herkömmliche Beleuchtung können Sie mit Hilfe unserer Informationen einordnen > Weiter

Welche Lichtfarben sind bei LEDs erhältlich?

LEDs sind in vielen verschiedenen Lichtfarben erhältlich. Man unterscheidet grob in warmweiß (bis 3500 Kelvin), neutralweiß (3500 bis 4500 Kelvin) und tageslichtweiß (über 5000 Kelvin)

Geben LEDs UV und IR Strahlung ab?

Nein – LEDs, die zur Beleuchtung vorgesehen sind, geben keine UltraViolett- oder InfraRot-Strahlung ab. Das Lichtspektrum hält sich im sichtbaren Licht. Dadurch werden Materialien unter den LEDs auch nicht verändert.

Gibt es bei LEDs eine Einschaltverzögerung?

LEDs sind elektronische Bauteile. Je nach eingesetzten Komponenten stellen LEDs sofort oder nach einer extrem kurzen Zeit ihr komplettes Licht zur Verfügung. Im Vergleich zu vielen konventionellen Leuchten ist die Einschaltverzögerung von LEDs kaum wahrnehmbar. Das Licht steht Ihnen also nach dem Einschalten direkt zur Verfügung.

Angabe Lumen und Watt.

Lumen ist das gesamte Licht, welches ausgestrahlt wird. Watt und Lumen sind bei LEDs nicht gekoppelt. Einige LEDs können mehr Licht mit der gleichen Leistungsaufnahme erzeugen als andere. Wichtig ist es auch zu wissen, ob der Hersteller Lumen der LED oder der Leuchte angibt. Da die Leuchte durch Abdeckungen und/oder Optiken das Licht gezielt abstrahlt oder auch diffus verteilt, wird hier aber mehr oder weniger Licht der LEDs geschluckt.

Angabe der LED Lebensdauer und deren Bedeutung:

Beispiel 1: 50.000 h L70 B85 (nach 50.000 h Betriebszeit muss die Leuchte noch 70% des ursprünglichen Lichtes abstrahlen. Es müssen jedoch nur 85 % der LED’s funktionsfähig sein)
Beispiel 2: 50.000 h L70 F10 (nach 50.000 h Betriebszeit muss die Leuchte hier ebendalls noch 70% des ursprünglichen Lichtes abstrahlen. Es dürfen jedoch 10 % der verbauten LED’s komplett ausgefallen sein)
Beispiel 3: 50.000 h L70 (nach 50.000 h Betriebszeit muss die Leuchte noch 70% der ursprünglichen Lichtes abstrahlen. Es dürfen allerdings keine LED’s durch einen Defekt ausgefallen sein)

Lebensdauer im Verhältnis zur Umgebungstemperatur

LEDs haben eine hohe Lebensdauer. 50.000 Stunden aufwärts sind hier normal.
Es ist wichtig, die Arbeitstemperatur der LED Leuchte zu kennen.
Beispiel: „Lebensdauer = 70.000 h < 25°“ … bedeutet, dass eine Lebensdauer
von 70.000 h gewährleistet wird, wenn die Umgebungstemperatur niemals 25° überschreitet.

Kann ein Stroboskopeffekt auch bei LED Leuchten und Lampen auftreten?

Werden die Schwingungen des Netzes nicht durch das LED Netzteil gleichgerichtet, entsteht auch bei LEDs ein Flimmern. Auch bei herkömmlicher Dimmung mittels PWM (Pulsweiten-Modulation) kann ein Flimmern auftreten. Dies wird normalerweise nicht wahrgenommen, kann aber z.B. durch die Fotofunktion eines Handys sichtbar gemacht werden. Bei Bereich von drehenden Maschinen dürfen nie Leuchten mit einem Flimmer-Effekt eingesetzt werden.

Wie werden LED Lampen und Leuchten entsorgt?

LED Lampen und Leuchten gelten als gewöhnlicher Elektroschrott und werden wie elektronische Geräte entsorgt. Im Gegensatz zu Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren, die im Sondermüll entsorgt werden müssen.

Warum blinken meine LEDs bei ausgeschaltetem Licht?

Manchmal blinken LEDs, obwohl Sie das Licht ausgeschaltet haben.
Natürlich gibt es immer die Möglichkeit einer defekten LED.
Allerdings sollten Sie vorher folgende Ursachen ausschließen:
Kriechstrom: In die Leitung wird irgendwo ein geringer Kriechstrom erzeugt. Dieser lädt die internen Komponenten (Kondensatoren) der LED Leuchte langsam auf, die sich dann in einem Aufblitzen entladen.
Induktionsstrom: Durch längere parallele Leitungen oder schlechte Isolation entsteht durch Induktion ein Strom, mit dem selben Ergebnis wie bei der ersten Variante.
Die kleine Lösung: Eine Leuchte verbauen, welche den minimalen Strom andauernd abbaut (z.B. in einer Reihen mit LED Leuchten zusätzlich eine Halogen-Birne verbauen)

Dimmung von LEDs

Phasen Abschnittsdimmer – welchen kann man für LED verwenden?

Sind die LED Leuchten für Phasen An- bzw. Abschnittsdimmung vorgesehen, kann jeder handelsübliche Universaldimmer verwendet werden. Einige Modelle lassen ein leises Brummen vernehmen. Markengeräte wie z.B. Bush-Jäger oder Gira können wir empfehlen.
Wichtig ist, dass eine eventuell vorhandene Mindestlast der Dimmer geringer ist, als die Leistungsaufnahme der zu dimmenden LED Leuchten zusammen.
Möchten Sie z.B. 5 LED Leuchten mit 5 Watt Leistungsaufnahme dimmen, darf die Mindestlast (wenn vorhanden) nicht mehr als 25 Watt betragen.

Beeinflusst Dimmung die Lebensdauer von LEDs?

Ja – durch die geringere Leistungsaufnahme verlängert sich die Lebensdauer.

LED Streifen

Muss ein LED Streifen auf ein Aluminiumprofil aufgeklebt werden?

Ja – auf jeden Fall. Sie dürfen LED Streifen nicht einfach auf einen nichtmetallischen Untergrund kleben. Das Aluminium dient der Wärmeableitung und sichert so die lange Lebensdauer der LEDs. Werden die Streifen einfach z.B. auf Holz geklebt, lassen sie schnell in der Lichtleistung nach. Ein Gewährleistungsfall ist dies dann nicht.

LED Retrofits

Darf man LED Retrofits in herkömmliche Fassungen einsetzen?

Ja. Retrofits sind herkömmlichen Leuchtmitteln nachempfunden und sind für den Einsatz in herkömmlichen Fassungen vorgesehen. Sie sollten allerdings einige Dinge beachten. LEDs sollten kühl gehalten werden. Deshalb ist es wichtig, dass die LED Lampe gut gelüftet wird. Geschlossene Leuchten, in denen es zu einem Wärmestau kommen kann, sind weniger für den Einsatz von LED geeignet. LED Röhren sind für Halterungen mit Startern oder ohne Vorschaltgeräte vorgesehen. Halterungen mit elektronischen Vorschaltgeräten müssen umgebaut werden (das Vorschaltgerät muss überbrückt werden.). Dies vorzunehmen ist nur Fachpersonal zulässig.

Kann ich den Transformator bei GU5.3 / MR16 Leuchtmitteln weiter verwenden?

Ja, grundsätzlich schon. Allerdings müssen Sie hier eine eventuelle Mindestlast beachten (meist bei elektronischen Trafos). Weist der Transformator z.B. eine Mindestlast von 30W auf, müssen die Leuchtmittel in Summe mindestens 30 Watt erreichen. Das heißt, bei 6 Watt GU5.3 müssen Sie mindestens 5 Leuchtmittel einsetzen.

Müssen LED Retrofits gekühlt werden?

Jedes Retrofit hat einen Kühlkörper, der die LEDs kühlt. Wichtig ist, dass die Wärme aus der Leuchte gelangen kann. Geschlossene Leuchten sind hier nicht gut geeignet.

Kann man LEDs zusammen mit herkömmlichen Leuchten einsetzen?

Ja, bei Retrofits können Sie LEDs auch mit herkömmlichen Lampen mischen.
Sie können z.B. einige herkömmliche GU5.3 verwenden, um die Mindestlast des Netzteiles zu überschreiten.

Warum immer ein Netzteil für jede Leuchte.

LED Leuchten benötigen meist ein Netzteil, welches sie mit Konstantstrom versorgt.
Der Strom wird exakt berechnet vom Netzteil bereitgestellt.
Sicher kann man auch mehrere LED Leuchten mit einem Netzteil versorgen. Dazu müssen das Netzteil und die Anzahl der Leuchten sowie die Verschaltung aufeinander abgestimmt sein. Da die Umsetzung dieser Idee eines Fachmanns bedarf und auch keine Kostenvorteile bestehen, wird fast immer die Lösung „je Leuchte ein Netzteil“ angewendet.

Warum blinken meine LEDs bei eingeschaltetem Licht nur kurz auf?

Wird ein Netzteil mit zu hoher Mindestlast eingesetzt, blitzen die eingesetzten LEDs (z.B. GU5.3) nur kurz auf. Entweder Sie verwenden ein Netzteil mit geringerer Mindestlast ein oder setzen mehr Leuchtmittel ein, bis die Mindestlast erreicht ist.

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