WSH LED Lichtkonzept Reitsporthallen

LED Beleuchtungskonzept Reitsporthallen

Reitsporthallen reihen sich in die Beleuchtung von Sportstätten ein. Wie auch andere Sporthallen werden diese laut DIN EN 12193 in drei Beleuchtungsklassen eingeteilt. Beleuchtungsklasse III Trainingsbetrieb (200 Lux) Beleuchtungsklasse II (300 Lux) und Beleuchtungsklasse I Hochleistungswettkämpfe, Hochleistungstraining (500 Lux)

Blendung

Beleuchtung muss sowohl für Tier als auch für Mensch möglichst blendfrei gestaltet werden. Irritationen durch Reflexionen oder direkte Blendung stören den Trainings- und Wettbewerbsbetrieb extrem. Deshalb greifen wir auf Leuchten mit opaler Abdeckung (HPT Serie) zurück.

IP Schutz

An regnerischen Tagen und im Winter kann in einer Reitsporthalle mit erhöhten Feuchtigkeitswerten gerechnet werden. Auch Staub bzw. kleinste Partikel des Bodenstreus können sich auf den Leuchten absetzen. Ein hoher IP Schutz ist bei den Strahlern deshalb ein Muss.

Steuerung

Um die Beleuchtungsstärke zwischen Trainingsbetrieb und Tournierbetrieb umschalten zu können, sollten die Leuchten dimmbar sein. Digitaldimmungen wie z.B. PWM Dimmung können allerdings die Tiere durch – für das menschliche Auge nicht wahrnehmbare Flimmern – stören. Sinnvoller ist eine analoge Dimmung wie z.B. eine 1-10V Steuerung.

Dieses Konzept beruht auf einer Reitsporthalle mit den Maßen 40 x 20 Metern, einem Satteldach und einer maximalen Dachhöhe von 7 Metern.

Eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke von 300 Lux und damit Beleuchtungsklasse II erreicht man mit 18 x HPT400SL Leuchten (1HPT400SL-120-50-D). Diese werden, wie in der Lichtplanung ersichtlich, gleichmäßig an der Deckenkonstruktion verteilt. Diese 120 Watt Hallenstrahler sind trotz hoher Lichtausbeute äußerst blendfrei. Die 1-10V Schnittstelle wird mittels einer Steuerleitung im Schaltschrank mit einem Steuergerät AQS-S, 200mA, IP20 (DA5013112) und einem Leistungsschütz AC-3/400V:4KW 3P (K00026) verbunden. Die Steuerleitung kann entweder als separate Leitung verlegt werden – oder als 5-adriges Kabel wobei dann die Steuerleitung im Kabel isoliert sein muss um Störungen durch Induktion zu verhindern. Durch diese Lichtsteuerung kann die Beleuchtugsstärke von 300 Lux auf einen Trainingsbetrieb (200 Lux) verringert werden.

In kleineren Hallen können als Low-Budget Alternative auch vorhandene Leuchtstoffröhren durch LED Röhren ersetzt werden. Voraussetzung sind Feuchtraumwannen bzw. Halterungen mit konventionellen Vorschaltgeräten (Startern) zu beachten ist dabei, dass verschmutzte Abdeckungen den Lichtstrom enorm reduzieren. Ebenfalls können Dichtungen, Fassungen und andere Gehäuseteile im Laufe der Zeit korrodieren. Ein Check der Feuchtraumwannen ist hier auf jeden Fall vor der Anschaffung der LED Röhren zu empfehlen.

Eine Anleitung zur Umstellung auf LED Röhren finden Sie in unserem Konzept LED Röhren.

Diese Komponenten benötigen Sie: